Rezension 28 Jahre danach von Skara Daniell

by - 5/31/2015

28 Jahre danach

Die Autorin dieses Buches hatte mich gefragt, ob ich Interesse hätte, es zu lesen.
Und da ich ein Fan von Dystopien bin und sich der Klappentext unwahrscheinlich spannend anhörte, konnte ich nicht nein sagen.
Liebe Skara, vielen Dank für das wirklich tolle Buch.






Autorin: Skara Daniell
Seiten: 316 als Taschenbuch oder in meinem Falle pdf
Erhältlich als: Taschenbuch, eBook
Erschienen am: 01.11.14
Neuauflage: Mai 2015
ISBN: 978-1511897808
Preis (D): 12,95€
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform








Klappentext:

2. Auflage 05/2015. 
Seit dem Weltuntergang, der den Großteil der Menschheit dahinraffte, sind knapp drei Jahrzehnte verstrichen. In den Ruinen der Dörfer führen die letzten Deutschen ein schlichtes, genügsames Leben; einzig die Stadt bietet noch Raum für eine Volksmasse, die an der Alten Ordnung festhält und dem nahenden Ende mit allen Mitteln entgegenzuwirken versucht. Die 21-jährige Franziska und ihr jüngerer Bruder Leo bewohnen einen der verlassenen Orte und haben sich mit ihrem Dasein arrangiert - bis Fremde auftauchen, die einer Gruppe Überlebender angehören: den Westvarren. Dass sie irgendein Geheimnis hüten, ist Franziska von Anfang an bewusst. Warum sonst sollten sowohl Städter als auch Söldner hinter ihnen her sein? Begleite die Protagonistin durch die Überbleibsel unserer Zivilisation und finde heraus, für welches Leben, welche Liebe, welches Schicksal sie sich schlussendlich entscheidet. 

Cover:

Ich finde das Cover ganz ansprechend und zum Thema passend. Dennoch ist es für mich jetzt nicht der absolute Blickfang.

Inhalt:

Franziska und ihr Bruder Leo leben alleine in einem alten Dorf, das einer Geisterstadt gleicht. Andere Überlebende, außer ihre mittlerweile verstorbenen Eltern haben sie noch nie getroffen. Eine "Seuche" hat den Großteil der Bevölkerung vor 28 Jahren ausgerottet und die Möglichkeit der Fortpflanzung fast unmöglich gemacht.
Eines Tages stoßen sie auf 2 Angehörige der Westvarren und Leo zuliebe schließen sie sich ihnen mit Skepsis an. Traue niemandem, hat der Vater den Geschwistern beigebracht. Das etwas nicht stimmt ist Franziska nämlich von Anfang an klar. Die Städter und Söldner sind hinter den Westvarren her und Franziska findet nach einiger Zeit auch heraus warum...

Meine Meinung:

Das Debüt der Autorin hat es wirklich geschafft mich zu fesseln. 
Der Schreibstil ist locker und flüssig und lässt sich super lesen. Außer einigen wenigen Begriffen, die der Bezeichnung von Orten und Stämmen dienen, kommen auch keine Wörter hinzu. So ist die Geschichte und das Geschehen von Anfang an verständlich.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Franziska. Das ist in diesem Fall sogar etwas Besonderes. Denn im Hintergrund gibt es ein Regime und die Stadt, die wesentlich mehr Macht haben und bedrohlicher sind, als Franziska und die Westvarren. Und dennoch bekommt der Leser davon so gut wie gar nichts mit. Denn anders als in anderen Dystopien wie z.B. Die Bestimmung geht es hier wirklich nur um Leo und Franziska.

Mit Franziska bin ich nicht sofort warm geworden. Ihre Reserviertheit und daraus resultierende Unhöflichkeit haben mich am Anfang doch etwas gestört.
Erst als sich die Liebesgeschichte mit ins Geschehen einfädelt, wurde sie mir zunehmends sympathischer. Vermutlich weil man als Leser das erste Mal die Regung von Gefühlen bei Franziska beobachten konnte.
Allerdings muss ich sagen, dass ich Franziska auch verstehen kann. Wer nie anderen Menschen begegnet ist, ist nun mal skeptisch und weis nicht, wie man sich verhalten soll. 
Leo, die anderen Charaktere und sogar den mürrischen Tom habe ich direkt ins Herz geschlossen. Über die Herzlichkeit der Westvarren und das was sie sich in ihrem Lager aufgebaut haben, war ich geradezu erstaunt. 

Das Buch ist zwar eine Dystopie, kommt aber ohne irgendwelche verrückten Technikvisionen oder dergleichen aus. Es spielt in Deutschland in der Zukunft. Allerdings leben die Menschen nach der Seuche dort eher wie im Mittelalter. Fließendes Wasser und Storm ist den kleinen Stämmen nur noch aus Erzählungen bekannt. Und auch wie es mit der Zukunft der Menschheit aussieht ist ungewiss.
Die Story ist gut durchdacht und sehr schlüssig. Da ich immer sehr neugierig bin, hätte ich mir aber doch etwas mehr Hintergrundwissen zur Seuche und der Bedrohung aus der Stadt gewünscht.
Auch die Liebesgeschichte hätte für meinen Geschmack ein klein wenig mehr ausgearbeitet werden dürfen. 
Fesselnd waren vor allem auch die Wendungen die das Buch genommen hat. Denn meist habe ich damit natürlich überhaupt nicht gerechnet.
Alles in allem aber ein super Buch, das sogar auf einen 2. Teil hoffen lässt. 
Das Buch war durchgehend spannend und ist eine Empfehlung für alle, die mal eine etwas andere Dystopie lesen möchten.

Fazit:

Ein tolles Debüt, spannend und fesselnd bis zum Schluss.



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