[Rezension] Jane & Miss Tennyson

by - 3/30/2016




Autor: Emma Mills
Seiten: 480
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Erschienen am: 18.03.2016
ISBN: 978-3-551-56025-4
Preis: 18,99€
Verlag: Königskinder 










Inhalt:



Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.


Cover:

Leute... das Cover *_* Ich weis, dass man ein Gesicht sieht und ich das eigentlich ja gar nicht mag. Aber dieses Cover ist einfach nur super. Besonders gefällt mir auch der Einband (wenn man den Umschlag entfernt), auf dem wunderschöne Rosen zu sehen sind.




Meine Meinung: 


Dieses Buch ist das Debüt von Autorin Emma Mills, deren Schreibstil mich sofort überzeugen konnte. Der lockere und entspannte Stil hat mich von der ersten Seite an gefesselt.


Die Protagonisten Devon hat ein Faible für Jane Austen. Toll waren daher die (ich nenne es mal) Parallelen zu Büchern wie Stolz und Vorurteil. An ein paar Stellen hatte man somit das Gefühl, eine moderne Version davon zu durchleben.


Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Devon, die ein wenig unglücklich ist, weil ihr Leben eben kein Jane Austen-Roman ist.
Devon habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Sie ist ein typischer Teenager, nicht Fleisch und nicht Fisch, wie man bei uns sagt. Was sie machen möchte weis sie noch nicht und auch sonst glaubt sie manchmal zu wenig an sich selbst und ihre Fähigkeiten. Damit punktet die Autorin natürlich, denn ich denke, dass es jedem von uns schon mal so ergangen ist. Das sind typische Probleme auf dem Weg zum Erwachsenwerden und ich selber habe mich in so mancher Situation wiedergefunden. Das Devon nicht perfekt ist, macht sie liebenswert. Und mit der Zeit habe nicht nur ich als Leser entdeckt, was Devon auszeichnet und sie besonders macht, sondern auch Devon selber.

Besonders angetan hat es mir Devons Cousin Foster. Gerade einmal 14 Jahre alt, wirkte er doch auf mich schon wesentlich reifer. Dass liegt wohl an seiner Vorgeschichte. Ich mochte die typische Foster-Art. Ob es der passende Spruch zur passenden Zeit war, seine ruhige Ausstrahlung, oder das er einfach nur da war und sogar Devons Nähe suchte.
Seine Entwicklung hat mir gut gefallen und ich habe mich gefreut, als Foster ein wenig aufgetaut ist. Sein Talent gefunden hat und uns sogar einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit gegeben hat.

Ezra war mir am Anfang ein wenig unsympathisch. Wie Devon fand ich ihn arrogant und überheblich. Das man sich meist mit so einem ersten Eindruck irrt, hat sich auch hier wieder bestätigt. Im Laufe des Buches ist Ezra für mich ebenfalls zu einem Lieblingscharakter geworden. Wie er für Foster da war und ihn unterstützte hat mir besonders gut gefallen.
Ezras Charakter hatte für mich den meisten Tiefgang und war eine harte Nuss. Es hat wirkliche gedauert, bis man endlich hinter die Fassade sehen konnte.

Die Autorin hat ein Händchen für tolle Charaktere. Denn nicht nur die Hauptfiguren waren toll ausgearbeitet, sondern auch bei den Nebencharakteren hat sie sich viele Mühe gegeben. Von Devons bestem Freund Cas war ich ein wenige enttäuscht, wohingegen Jordan mir mit seiner liebevollen und kumpelhaften Art immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Für mich war er stellenweise ein besserer und herzlicherer bester Freund als Cas.

Der Handlungsort, sowie der Verlauf der Geschichte konnten mich überzeugen.
Wir begleiten Devon bei ihrem letzten Schuljahr und erleben daher auch spannende Entwicklungen mit.
Doch das war für mich nicht der Höhepunkt.
Vielmehr haben mit die Entwicklungen der Charaktere untereinander angesprochen und mitgenommen.
Allen voran die Beziehung zwischen Devon und Foster. Dass aus ihnen mal richtige Geschwister werden, hätte ich zunächst nicht gedacht und so war ich natürlich am Ende sehr berührt.
Generell lies sich die Story einfach und flüssig lesen und ich persönlich habe mich an keiner Stelle gelangweilt.
Der Handlungsort Highschool bringt natürlich auch eine Menge typischer Teenagersituationen mit, die mich gut unterhalten haben. Football, Beziehungsprobleme, Partys und Zukunftssorgen hat die Autorin hier spannend verpackt.



Bewertung: 

Ein absolut gelungenes und überzeugendes Debüt. Ich bin begeistert. Gerne mehr davon!



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