[Rezension] Cindy & Rella - Marie Menke

by - 12/31/2016




Autor: Marie Menke
Seiten: 263
Einband: eBook
Erschienen am: 01.12.2016
ISBN: 978-3-646-60315-6
Preis (D): 3,99€
Verlag: Impress









Inhalt:


**Die Prinzessin und das Aschenputtel**

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…

Quelle: Carlsen 


Cover:

Mir gefällt das Cover gut. Das Rad ist hier bei der Gestaltung zwar nicht neu erfunden worden, aber das Cover passt zum Inhalt und zum Titel. Es erinnert mich natürlich sehr an andere Cinderella-Cover.


Meine Meinung:

Der Klappentext klang auf den ersten Blick sehr vielversprechend und ich habe mit einer neueren und modernen Version der Cinderella-Story im Doppelpack gerechnet.
Was mich dann aber erwartete, hätte ich mir so niemals ausmalen können.

Cindy ist reich und verwöhnt und hat Geld ohne Ende. Ihr Vater ist nie zu Hause und sie kann tun und lassen was sie will.
Zu ihrem 17. Geburtstag organisiert sie daher eine Feier die sich sehen lassen kann und sie als festes Mitglied in Berlins Nachtszene integrieren soll.
Rella dagegen arbeitet Tag und Nacht in einer Fabrik und darf dabei nicht einmal den Job ausüben, den sie gerne machen würde. 
Auf der Party von Cindy laufen sich die beiden dann über den Weg. Rella ist immer noch der festen Überzeugung armen Menschen zu helfen, während Cindy eigentlich nur eine tolle Party feiern möchte.
Im Verlauf des Abends kommen aber beide einem schrecklichen und schwer gehütetem Geheimnis auf die Spur, dass sie beide miteinander verbindet.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und einfach, sodass mir der Einstieg in die Geschichte leicht gelungen ist.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Cindy und Rella geschrieben, während sogar einige Kapitel aus der Sicht von beiden gleichzeitig geschildert werden.

Leider bin ich weder mit Cindy, noch mit Rella richtig warm geworden.
Ich mochte das verwöhnte Mädchen mit viel Geld, dem alles egal ist und das von Cindy verkörpert wurde einfach nicht.
Rella dagegen war zwar bodenständiger, aber einfach langweilig. Stellenweise fand ich sogar recht naiv. Denn während sie die Wahrheit vor Augen hat, glaubt sie immer noch alles für arme und bedürftige Menschen zu tun. Gerne hätte ich sie da mal richtig geschüttelt. 
Grundlegend hat mir auch einfach die Tiefe gefehlt, um eine Bindung zu den Protagonistinnen aufbauen zu können.

Auch die Nebencharaktere waren nur sehr oberflächlich und flach beschrieben.
Die Liebesgeschichte die sich bei Cindy und später auch bei Rella entwickelt fand ich unemotional und wenig mitreißend.

Der Verlauf der Geschichte konnte mich ebenfalls nicht packen.
Ich hatte mit etwas ganz anderem gerechnet und konnte dem Geheimnis, dem Cindy und Rella auf die Spur kommen nicht wirklich viel abgewinnen. Ich habe auch immer noch nicht ganz Verstanden was jetzt der Sinn hinter Rellas Auftrag war, der dafür gesorgt hat, dass die beiden sich über den Weg laufen. 
Für mich war grundlegende Thematik zwar spannend, aber leider viel zu wenig ausgearbeitet und durchdacht. 
Zwar kann ich als Dystopie-Fan schon die Idee dahinter erkennen, für mich persönlich war die Ausarbeitung aber einfach nicht optimal und stellenweise echt langweilig. Die Story plätschert so dahin, ohne einen richtigen roten Faden und hat mich leider nicht wirklich packen können.
Das Ende war ebenso unzufriedenstellend und wirkte irgendwie auf Biegen und Brechen herbei gezaubert. Es bleiben einige offene Fragen zurück und vieles ist einfach nur oberflächlich geklärt worden. Sehr schade, denn man hätte noch einiges daraus machen können, wenn bestimmte Szenen und Handlungsstränge mehr ausgearbeitet worden wären.


Bewertung:

Eine tolle Grundidee die Märchen und Dystopie vereint, leider aber einfach nur flach und teilweise nur halb ausgearbeitet umgesetzt wurde.
Auch die Charaktere konnte da für mich nichts mehr rausreißen.



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2 Kommentare

  1. Hallo Sara:)
    schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte. Im Allgemeinen bin ich immer sehr begeistert von den im.press Büchern, aber in letzter Zeit hatte ich auch einige Flops mit dabei.
    lg Florenca ( geliebtes Buch)

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  2. Ahoy Sara,

    eigentlich ist Cinderella nicht wirklich mein liebstes Märchen... Marie Menke ist es aber wunderbar gelungen, die schönen Aspekte des Märchens zu übernehmen, Details auszuarbeiten und zwei geniale Settings dazuzusetzen! Mich konnte sie definitiv begeistern :)

    Ich lass´ dann mal frech meinen Link und liebste Wochenendsgrüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/01/cindy-rella.html

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