[Rezension] Liebe ist wie Drachensteigen - Ashley Herring Blake

by - 2/16/2017




Autor: Ashley Herring Blake
Seiten: 336
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Erschienen am: 18.01.2017
ISBN: 978-3-7348-5024-0
Preis (D): 18,00€
Verlag: Magellan










Inhalt:

„Es geht nur um dich und mich, weißt du noch? Das hast du zu mir gesagt, hier auf diesem Hügel. Hadley und Sam. Ohne Nachnamen. Wir können einfach hier sein. Einfach wir sein.“

Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …

Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön ist.

Quelle: Magellan 


Cover:

Hier hat sich Verlag mal wieder selbst übertroffen. Das Cover und auch die Innengestaltung des Buches sind wieder ein wahrer Hingucker und total liebevoll ausgearbeitet. Farblich ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Ich finde das Buch wunderschön.


Meine Meinung:

Vor 6 Monaten ist für Hadley eine Welt zusammengebrochen, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Vater eine Affäre hat. Nun ist nichts mehr wie es war, die Familie zerrüttet und Hadley selbst versteckt sich hinter einem Schutzwall und lenkt sich mit jeder Menge Jungs ab.
Doch dann kommt Sam in ihre Klasse und wird ihr bei einem Schulprojekt als Partner zugeteilt. Beide verstehen sich wirklich gut, vor allem, weil Sam ein sehr ähnliches Schicksal teilt. Sein Lebensmittelpunkt ist mittlerweile nur noch seine kleine Schwester Livy und sein Sport. Bis er Hadley kennenlernt...
Die beiden kommen sich immer näher, scheinen sogar das erste Mal wieder glücklich zu sein. Wäre da nicht das wohlgehütete Geheimnis von Sam.

Schon mit dem ersten Kapitel konnte mich die Autorin für die Geschichte um Hadley und Sam begeistern. Der Einstieg ist mir wirklich leicht gefallen und ich mochte den lockeren, leichten und gut zu verfolgenden Schreibstil sehr gerne.

Die Idee hinter der Geschichte ist sehr realistisch und authentisch umgesetzt.
Hadley und Sam haben beide mit einem Schicksalsschlag und den daraus resultierenden Verhältnissen in ihrem Umfeld zu kämpfen. 
Der Autorin ist es dabei besonders gelungen die Empfindungen und Gefühle der Protagonisten glaubhaft zu machen. Von der ersten Seite an merkt man, wie schlecht es Hadley und Sam eigentlich geht. Jedem auf seine eigene Weise. Und natürlich erkennt man auch sofort, wonach sie sich sehnen. 
Mit ihrer emotionalen Darstellung hat die Autorin mich total vom Hocker gehauen. Die Gefühle der beiden kamen so echt rüber, dass ich selber an manchen Stellen zutiefst traurig war, mich aber im nächsten Moment auch sehr mit den Charakteren freuen konnte. Irgendwie hat mir das Buch sogar ein wenig zugesetzt und ich war selber so mittendrin in der Geschichte, wie ich es selten bei einem Buch erlebt habe. 
Weiterhin ist die Stimmung innerhalb des Buches etwas ganz besonders. Ich habe selten erlebt, dass mich eine teilweise so bedrückende Story so gefesselt und begeistert hat. Schnell fühle ich mich von traurigen Geschichten erdrückt, was hier alles gar nicht der Fall war, denn die Mischung aus der fantastischen Umsetzung der bedrückten Szenen und den hellen Moment war einfach super.


Ebenfalls sehr gelungen sind auch die Perspektivwechsel, denn das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Hadley und Sam erzählt, was den Gesamtausdruck natürlich nochmal verstärkt. Die Übergange hat die Autorin dabei nahtlos gemeistert und auch die Darstellung der jeweils eigenen Sorgen, Leiden, Ängste und Hoffnungen von Hadley und Sam sind rundum stimmig.

Der Verlauf der Geschichte ist grandios. Nach einem finsteren und niederschmetternden Start, blühen die Charaktere geradezu auf. Einzig das große Geheimnis macht dem Gefühlshoch einen Strich durch die Rechnung.
Und dennoch ist der Verlauf nicht vorhersehbar. Denn während in anderen Liebesgeschichte immer der gleiche Ablauf zu finden ist, schlägt die Autorin hier eine andere Richtung ein und hat damit zumindest mich noch einmal total emotional berührt.
Sams Geheimnis war allerdings sehr durchschaubar, es wurde schließlich auch kein Hehl daraus gemacht. Und trotzdem ist es der Autorin gelungen den Spannungsbogen ganz weit oben zu halten. Das Buch wurde an keiner Stelle langweilig oder gar langatmig.

Die Liebesgeschichte zwischen Hadley und Sam ist süß wie Zucker. Mir hat die Entwicklung der Romanze und die Entwicklung der Charaktere, denen man anmerkt wie es ihnen merklich besser geht, sehr gefallen. 
Ebenfalls positiv fand ich die realistische Darstellung der Liebe, die sich zaghaft aufbaut, an Vertrauen gewinnt, hier und da etwas hinterfragt und somit total alltäglich und ehrlich wirkt.

Sam und Hadley haben mir beide sehr gefallen. Besonders, dass ich mich so in sie hineinversetzten konnte, hat mich total von diesem Buch und dem Schreibstil der Autorin überzeugt.

Bewertung:


Ein rundum gelungener, authentischer Jugendroman, der Wut, Trauer, Liebe, Hoffnung und Vergebung perfekt vereint und mich regelrecht gefesselt hat.
Von der Umsetzung und der realitätsnahen Story bin ich schlichtweg begeistert. Das Buch hat mich abgeholt, mitgenommen und unterhalten. Phänomenal!








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1 Kommentare

  1. Huhu Sara,

    das klingt total klasse, ich glaub ich hol mir das Buch auf der LBM. :D
    Die Magellan-Bücher sind ja so ziemlich immer etwas besonderes und ich lese sie so gerne, auch wegen der schicken Aufmachung. :)

    LG Alica

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