[Rezension] Nächstes Jahr am selben Tag - Colleen Hoover

by - 3/15/2017




Autor: Colleen Hoover
Seiten: 376
Einband: Klappbroschur
Erschienen am: 10.02.2017
ISBN: 978-3-423-74025-8
Preis (D): 14,95 €
Verlag: dtv










Inhalt:


New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe

Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

Quelle: dtv

Cover:

Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass mich das Cover nicht aus den Socken haut. Damals durften die Leser über das Cover für dieses Buch abstimmen und leider (für mich zumindest) hat sich die Mehrheit für das o.g. Cover entschieden.

Meine Meinung:
Dass Colleen Hoover mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen gehört habe ich ja schon mehrfach angedeutet. So habe ich mich natürlich auch sehr über das neueste Buch aus ihrer Feder gefreut.
Der Klappentext versprach nach dem ersten Lesen die übliche Dramatik und jede Menge Emotionen. 
Und Leute... ich wurde nicht enttäuscht. 
Erstaunlicherweise fällt es mir aber total schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch emotional mit mir angestellt hat. Und das war schließlich eine ganze Menge...

Nachdem Fallon und Ben sich in einem Diner begegnen und er sich vor Fallons Vater als ihren Freund ausgibt, ist es um beide geschehen. Blöd nur, dass Fallon noch in der selben Nacht nach New York ziehen wird. Also einigen sich die beiden darauf, sich jedes Jahr am selben Tag für die nächsten fünf Jahre wieder zu treffen.

Das Buch erzählt also wirklich nur von dem besagten Tag im November, in den unterschiedlichen Jahren. Von der Zwischenzeit bekommt man als Leser also nichts mit und ist deshalb bei jedem Treffen genauso gespannt wie Fallon und Ben, was der jeweils andere aus seinem Leben gemacht hat und ob er vielleicht mittlerweile sogar sein Glück mit jemand anderem gefunden hat.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Wie immer konnte mich Colleen Hoover mit ihrem emotionalen und energiegeladenen Schreibstil sofort fesseln. Und obwohl es für mich einfach nicht vorstellbar ist, wie es sich anfühlen muss, wenn man sich nur einmal im Jahr sieht und dennoch so sehr liebt, hat die Autorin mich auch mit diesem Buch wieder total umgehauen.

Das Buch ist zu einem Teil aus der Sicht von Fallon geschrieben und zum anderen Teil aus Sicht von Ben. Obwohl man die Charaktere ja in ihrem Lebensalltag gar nicht wirklich kennenlernt und sie nur jeweils an einem, sehr emotionsgeladenen Tag im Jahr begleitet, sind mir beide so sehr ans Herz gewachsen, dass es fast wehtut, dass das Buch ein Ende gefunden hat. Total überrascht war ich auch von dem Gefühl, die Protagonisten wirklich zu kennen. 
Fallon und Ben sind beide sympathisch. Und wenn man geglaubt hat, es gibt keinen besseren und liebevolleren Mann auf der Welt gibt, dann hat man Ben noch nicht kennengelernt. 
Das Knistern zwischen den beiden ist so unglaublich spürbar wie in keinem anderen Buch, das ich bisher gelesen habe. Die Gefühle und die Liebe kommen derart echt rüber, dass man es gar nicht glauben mag, bei Protagonisten, die sich ja nur einmal im Jahr sehen. 
Colleen Hoover hat hier mal wieder gezeigt, dass sie unwahrscheinliches Talent hat.

Auch die für Colleen Hoover so übliche Dramatik fehlt hier absolut nicht. Während diese mir bei Finding Cinderella wirklich ein wenig zu unrealistisch war, kam sie bei Nächstes Jahr am selben Tag so authentisch rüber, dass es mich teilweise wirklich mitgenommen hat und ich mal wieder den Tränen nahe war.
Ich möchte auch gar nicht genauer darauf eingehen, da ich euch sonst einfach zu viel der schönen, aber auch teilweise traurigen und schicksalshaften Story vorweg nehmen würde.
Der Verlauf der Geschichte ist wirklich fesselnd und häufig so gegensätzlich. In einem Moment schwebt man mit den Protagonisten auf Wolke 7., während man im nächsten schon von der schrecklichen Vergangenheit der beiden eingeholt wird. Obwohl man recht früh von Fallons Unfall und der schlechten Bindung zu ihrem Vater erfährt, bin ich um Bens Geheimnis wirklich im Dunkeln getappt. Ich habe immer geahnt, dass etwas passieren wird und wusste nicht so recht was. Daher war der Schock am Ende natürlich groß und mit einem dicken Stein auf dem Herzen habe ich mit zusammengekniffenen Augen weitergelesen. Die Angst vor einem Nicht-Happy-End war einfach zu groß. 
Colleen Hoover hat mich aber dann doch noch mal mit einer geballten Ladung Gefühlen herumreißen können, mir einen Gänsehautschauer nach dem anderen verpasst und mich bis zum Ende aufs äußerste Zittern lassen.

Bewertung:

Ein temporeiches und emotionsgeladenes Buch, wie ich es noch nicht gelesen habe.


You May Also Like

1 Kommentare

  1. Hey,
    ich muss sagen, dass Colleen Hoover mittlerweile auch zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, aber schon "zurück ins Leben geliebt" war schon nicht so sehr meins und dieses hier war, nun es war nicht schlecht, das auf keinen Fall, aber es war auch nicht so natürlich und liebevoll wie sonst. Auf mich hat das dieses Mal sehr konstruiert gewirkt, das fand ich ziemlich schade. Irgendwie ein wenig übertrieben fast mit seinem Hintergrund. Schade.

    Liebst, Lotta

    AntwortenLöschen