[Rezension] Wild Horse Valley - Kyra Dittmann

by - 3/29/2018



Wild Horse Valley* | Autor: Kyra Dittmann | Seiten: 320 | Einband: Hardcover | Erschienen am: 16.03.2018 | ISBN: 978-3-649-62774-6 | Preis (D): 12,99€ | Verlag: Coppenrath


INHALT:



Stell dir vor, du lebst an einem der ärmsten Orte Englands – und deine Mum erzählt dir, sie will einen Baron heiraten und mit dir auf ein Schloss ziehen … Genau das passiert Abby, die ihre Freunde daraufhin kurzerhand »Downton Abby« taufen. Aber auf dem Schloss, das auch noch »Hargrave Abbey« heißt, fühlt sie sich alles andere als prinzessinnenhaft. Immerhin kann sie nun endlich reiten, denn zu dem Anwesen gehört ein berühmtes Gestüt. Im Stall kommt sie auch dem unnahbaren Grey näher, dem Adoptivsohn des Barons. Doch Grey umgibt ein düsteres Geheimnis: Was geschah bei dem tödlichen Reitunfall seiner Mutter vor vielen Jahren? Als mehrere Pferde erkranken, fällt ein schlimmer Verdacht auf Abby. Mutig begibt sie sich auf Spurensuche und kommt dabei der Adelswelt ganz schön in die Quere … Ein fesselnder Pferdethriller mit einem gekonnten Mix aus Spannung, Pferdethemen und Romantik.


Quelle: Spiegelburg


COVER:


Das Cover ist sehr dunkel und quasi in schwarz-weiß gehalten. Es zeigt die Protagonistin Abby vor den Toren des Schlosses auf einem Pferd. Durch die dunkle und schlichte Gestaltung passt das Cover perfekt zur teilweise düsteren und mystischen Stimmung der Geschichte. Aufgelockert wird das Ganze nur vom gold-schimmernden Titel.

MEINE MEINUNG:



Zuerst einmal muss ich sagen, dass die Inhaltsangabe zum Buch wirklich etwas überspitzt verfasst ist (der Klappentext ist da etwas besser gewählt). Zumindest im Nachhinein gesehen. Denn es wird nie erwähnt, dass Abby in einem der ärmsten Orte Londons lebt. Ebenso wenig ist von einer Hochzeit die Rede. Eigentlich soll sie die Ferien auf Hargrave Abbey verbringen, um sich einzuleben. Das ist die einzig Andeutung, die zu dem Thema fällt. Und auch die Aussage "endlich reiten" ist etwas zu viel des Guten. Denn bis zum Schluss des Buches sitzt Abby ganze ein Mal auf einem Pferd und das auch nur, weil man ihr keine andere Wahl lässt.
Wenn man das aber alles mal nicht so sehr in Betracht zieht, hat man ein wirklich schönes und gut geschriebenes Buch vor sich liegen. Abby und ihre Mutter verbringen die Ferien beim neuen Freund der Mutter, der zufälligerweise ein Lord ist und auf einem Schloss in ländlicher Region lebt. Stadtmädchen Abby hat darauf überhaupt keine Lust und reist nur mit, um ihrer Mutter einen gefallen zu tun. Auf Hargrave Abbey angekommen, fühlt sich Abby überhaupt nicht wohl. Nur der Pferdestall zieht sie magisch an. Zwar wollte sie immer schon mal reiten, hat aber eher Angst davor. Die Bewohner des Schlosses begegnen ihr alle mit äußerster Skepsis. Einzig und allein der neue Freund der Mutter ist bemüht, dass es Abby bei ihm gefällt. Als Abby dann eines Tages mit einem verlotterten Pony aus dem Wald wiederkommt, ist der Stall in heller Aufruhr. Die anderen Pferde erkranken und es liegt Nahe, Abby die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erstaunlicherweise ist Greyson, der Adoptivsohn des Lords, der einzige, der zu ihr hält. Doch nicht ohne Grund und Gegenleistung, wie Abby schnell feststellen muss. Abby soll Grey nämlich dabei helfen, den mysteriösen Tod seiner Mutter aufzuklären.

Ich muss sagen, dass mir sowohl die Buchidee, als auch der Schreibstil sehr gefallen haben. Das Buch konnte mich erstaunlich schnell fesseln und ich mochte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schreibt sehr locker und flüssig und beschreibt die Szenerie ganz wunderbar, aber nicht zu detailliert, sodass man sich alles bildlich vorstellen kann.
Ich mochte aber auch den Mix der verschiedenen Thematiken. So geht es natürlich um Pferde. Aber auch die Liebe spielt eine Rolle, ebenso wie der mysteriöse Tod von Greys Mutter, der das Schloss zu überschatten scheint. Ehrlich gesagt war mir relativ schnell klar, wer mit dem Tod etwas zu tun haben könnte. Dennoch war der Weg zur Lösung des Rätsels sehr gelungen und schlüssig, teilweise sogar etwas gruselig. Ich würde das Ganze zwar eher als einen Krimi, anstatt als Thriller beschreiben, aber das ist vielleicht auch einfach Auffassungssache. 

Das Setting war meiner Meinung nach für die Idee der Geschichte gut gewählt. Hargrave Abbey bietet mit seinem riesigen Anwesen und den vielen Geheimgängen und Tunneln nämlich den perfekten Ort für einen mysteriösen und lange zurückliegenden Todesfall. Mehr noch begeistern konnten mich aber die kleinen Ausflüge in die Landschaft rund um Hargrave Abbey. Da möchte man doch glatt selbst aufs Pferd steigen. 

Abby als Protagonistin war mir sehr sympathisch. Sie ist so anders, als die reichen und verwöhnten Mädchen auf dem Land und steht zu ihrer Herkunft. Auf mich hat sie sehr selbstsicher und verlässlich gewirkt.
Als ich gelesen habe, dass es in diesem Buch um einen Lord geht, war ich erst einmal skeptisch. Doch Ambrose hat mich total überrascht, denn er ist ein herzlicher und absolut netter Typ. Und auch Greyson konnte bei mir punkten, nachdem er endlich etwas aufgetaut ist. 
Doch insgesamt macht der Mix der Charaktere die Geschichte zu etwas Besonderem. Neben den netten Figuren gibt es nämlich auch ein paar waschechte Zicken oder Personen, bei denen man nicht weiß, was man von ihnen halten soll. So bleibt aber auch die mystische und geheimnisvolle Atmosphäre während des gesamten Buches aufrecht erhalten. 

Es ist schon länger, dass ich meinen letzten Pferde-Roman gelesen habe. Wild Horse Valley hat mich vom Inhalt her aber direkt angesprochen und letztlich sogar vollkommen überzeugen können. Ich mochte die düstere Atmosphäre, gepaart mit der schönen Szenerie und der sich entwickelnden Romanze wirklich sehr und hätte gerne noch weitergelesen, um zu sehen, wie es mit Abby, Grey, dem Schloss und dem verlotterten Pony weitergeht.


BEWERTUNG:


Wild Horse Valley ist ein durchaus gelungenes Buch mit teilweise düsterer, aber absolut packender Atmosphäre. Mich konnte das Buch mit seinem gelungenen Figuren- und Themenmix sehr begeistern.







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